Innovative Governance als Schlüssel zur Mobilitätswende

Die Mobilitätswende stellt Verwaltung und Politik vor komplexe Herausforderungen, die mit bestehenden Entscheidungsstrukturen allein kaum zu bewältigen sind. Innovative Governance-Ansätze und angewandte Forschung eröffnen neue Wege, um Akteur:innen zu vernetzen, Entscheidungen transparenter zu gestalten und klimafreundliche Mobilität wirksam in Planung und Umsetzung zu verankern.

Ausgangslage und Relevanz

Um die Ziele der Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen, sind tiefgreifende Transformationsprozesse notwendig, die neue Formen der Kooperation und Einbindung relevanter Akteur:innen in das Verwaltungshandeln erfordern. Gerade im Mobilitätsbereich zeigt sich, dass Entscheidungen zu Straßenraum, öffentlichem Verkehr sowie Rad- und Fußinfrastruktur politische und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse mit unterschiedlichen Interessen und Zielkonflikten darstellen.

Bestehende Governance-Strukturen stehen dabei zunehmend unter Druck, da sich Mobilitätsverhalten diversifiziert, Interessenskonflikte verschärfen und politische Zielsetzungen breiter gefasst sind (Quelle).

Hier leistet die angewandte Forschung in Österreich einen zentralen Beitrag, indem sie innovative Governance-Ansätze, Kooperationsformate und Entscheidungsinstrumente entwickelt, unter realen Bedingungen erprobt und deren Übertragbarkeit auf unterschiedliche Verwaltungsebenen untersucht. Durch diese praxisnahe Forschung werden strategische, regulatorische und planerische Ebenen besser verzahnt, Lernprozesse zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Praxis ermöglicht und langfristige Ziele systematisch in Mobilitätsstrategien verankert (Quelle).

Was bedeutet Governance?

Governance im Mobilitätsbereich bezeichnet eine kooperative Kultur der Entscheidungsfindung und Umsetzung, in der Akteur:innen aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Bevölkerung zusammenwirken (Quelle). Mobilitätsbezogene Entscheidungen werden nicht isoliert getroffen, sondern integrieren Verkehrs-, Infrastruktur- und Stadtentwicklung sowie Raumplanung, Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsaspekte (Quelle). Die Beteiligten bringen dabei ihre unterschiedlichen Interessen ein und entwickeln gemeinsam Lösungen.

Eine neuen gesellschaftlichen Herausforderungen entsprechende Governance schafft den Rahmen für die Weiterentwicklung bestehender Strukturen und für Innovationen und gewährleistet zugleich durch klare Prozesse und transparente Rollen Stabilität und Verlässlichkeit (Quelle). Außerdem wird so sichergestellt, dass Entscheidungen nicht nur technisch, sondern auch sozial, politisch und ökologisch verantwortbar getroffen werden (Quelle).

Governance neu gestalten mit Hilfe angewandter Forschung

Angewandte Forschung liefert wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung von Governance-Strukturen aber auch Grundlagen, um Entscheidungen effizienter, transparenter und evidenzbasierter zu gestalten. Im Mobilitätsbereich zeigt sich dies etwa in der funktionalen Kategorisierung von Straßen: Projekte wie ViMoPlan helfen dabei, unterschiedliche Anforderungen an den Verkehrsraum zu erkennen und in Planungsinstrumente zu überführen. Städte können so Flächen gezielt umgestalten, Nutzungskonflikte verringern und Entscheidungen nachvollziehbar machen, etwa durch Einordnung von Straßen als Hauptverkehrsachsen, Quartiersstraßen oder Rad- und Fußwege. Daraus folgen systematische Maßnahmen wie Umnutzung von PKW-Stellflächen, Ausbau von Rad- und Gehwegen oder Tempo-30-Zonen (Quelle).

Mit der zunehmenden Digitalisierung gewinnt auch Data Governance an Bedeutung: Klare Regeln zur Erhebung, Nutzung und Qualität von Mobilitätsdaten schaffen Transparenz, definieren Verantwortlichkeiten und ermöglichen interoperable Anwendungen. Dadurch schaffen Projekte wie CARINA und KoDRM-AT Grundlagen für fundierte Planungsentscheidungen, digitale Dienste und kontinuierliches Monitoring (Quelle, S. 28ff.).

Beispiel: Das PolicyLab

Das 2022 etablierte Policy Lab zeigt, wie innovative, an aktuelle Herausforderungen angepasste Governance-Ansätze entwickelt und in die Praxis überführt werden können. Als eines von österreichweit zehn Mobilitätslaboren unterstützt es Politik und Verwaltung auf allen föderalen Ebenen dabei, systemische Barrieren bei der Umsetzung innovativer Mobilitätslösungen frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu adressieren. Durch Analysen, strukturierte Dialogformate und die evidenzbasierte Aufbereitung von Entscheidungsgrundlagen begleitet das Policy Lab politische und administrative Prozesse über verschiedene Phasen hinweg. Ziel ist es, neue Governance-Ansätze unter realen Rahmenbedingungen zu erproben, Lernprozesse zu fördern und Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung wirksam in die Verwaltungspraxis zu überführen. Das Policy Lab ist in ganz Österreich tätig – einen Einblick in die Aktivitäten eröffnet die Website des Labs (Quelle).

Umsetzungsprojekte in ganz Österreich

Ergänzend dazu tragen zahlreiche Demonstrations- und Umsetzungsprojekte dazu bei, Governance-Strukturen weiterzuentwickeln und Innovationen nachhaltig zu verankern. Die Österreichkarte der Demo- und Leitprojekte der Klimaneutralen Stadt bietet einen Überblick über Projekte in ganz Österreich und macht zugleich die Pionierstädte der „Mission Klimaneutrale Stadt“ sichtbar.

Interaktive Karte

Österreichkarte mit zukunftsweisenden Demon­strations- und Transformations­projekten

Die Pioniergroßstädte arbeiten in Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur an ambitionierten Innovationsprozessen, insbesondere im Bereich Governance, Quartiere und Lernprozesse zur Erreichung der Klimaneutralität. Ein Beispiel ist die Stadt Graz, die mit gezielten lokalen Prozessen und Maßnahmen aktiv an der Erreichung der Klimaneutralität arbeitet (Quelle).

Neben dem Mobilitätslabor Policy Lab sind auch die nachfolgend dargestellten Projekte Teil der angewandten Mobilitätsforschung in Österreich. Sie zeigen, wie forschungsbasierte Instrumente, Methoden und Governance-Ansätze in der Praxis entwickelt, erprobt und verankert werden. Zur übersichtlicheren Darstellung wurden die Projekte den übergeordneten Themen Daten, Umweltkosten und Kooperation zugeordnet.

Daten

 

 

BEFAHRBAR

BEFAHRBAR entwickelt ein Verfahren, mit dem die sichere Befahrbarkeit von Straßen für automatisierte Fahrzeuge standardisiert bewertet werden kann. Auf Basis digitaler Zwillinge werden Streckenbedingungen und Risiken simulationsgestützt analysiert, um Genehmigungs- und Betriebsprozesse zu vereinfachen. Dadurch entsteht ein einheitlicher Rahmen für den Übergang vom Pilot- zum Realbetrieb automatisierter Mobilität. Das Projekt verbindet technische Innovation mit klaren Abläufen für sichere und effiziente Umsetzung.

CARINA

CARINA legt die Grundlagen für einen nationalen Mobilitätsdatenraum in Österreich. Das Projekt entwickelt Vorlagen, Methoden und Datenstrukturen und setzt einen prototypischen Datenraum um. Anhand ausgewählter Use Cases werden Datenvernetzung, Datenqualität und Governance-Fragen praxisnah erprobt. Ziel ist eine übertragbare Blaupause, die öffentliche und private Akteur:innen beim strukturierten Teilen und Nutzen von Mobilitätsdaten unterstützt.

CLARC

CLARC entwickelt eine Leitlinie, mit der Gemeinden ihre Bereitschaft („Readiness") für aktive und klimagerechte Mobilität einschätzen und gezielt verbessern können. Dabei werden sowohl organisatorische Strukturen als auch infrastrukturelle Voraussetzungen systematisch analysiert. In Pilotgemeinden wird die Methode erprobt, um Maßnahmen für Rad- und Fußverkehr passgenau zu planen. Der Ansatz fördert eine vorausschauende, datenbasierte Kommunalplanung, die lokale Stärken und Entwicklungsbedarfe sichtbar macht.

GMaasAI

Im Projekt GMaasAI werden KI-Methoden genutzt, um verschiedene Mobilitätsangebote intelligent zu verknüpfen und regional anzupassen. Durch die Analyse von Verkehrs- und Nutzungsdaten entstehen fundierte Entscheidungsgrundlagen für bedarfsgerechte Mobilitätsstrategien. Ein interaktives Dashboard visualisiert die Ergebnisse und unterstützt Planer:innen bei der Entwicklung integrierter Verkehrslösungen. Damit zeigt GMaasAI, wie datengetriebene Systeme die Planung transparenter, anpassungsfähiger und zukunftsfähiger machen.

KI.M

KI.M entwickelt eine KI-basierte Entscheidungsplattform für klimaneutrale urbane Mobilität. Das Projekt verknüpft multimodale Daten aus Mobilitätsverhalten, Umweltindikatoren, Wetter und weiteren Quellen über einen kontinuierlich aktualisierten Wissensgraphen. So ermöglicht die Plattform Prognosen, situative Analysen und fundierte Entscheidungsgrundlagen für Planung und Steuerung. Ein Mobility Dashboard bietet strukturierten Datenzugang, unterstützt politische Maßnahmen, strategische Planung und Angebotsentwicklung. Bewertungsmodelle wandeln Ergebnisse in Handlungsempfehlungen und fördern kooperative, datengetriebene Mobilitätsentscheidungen.

KoDRM-AT

KoDRM-AT erarbeitet die rechtlichen, organisatorischen und technischen Konzepte zur Umsetzung eines nationalen Mobilitätsdatenraums in Österreich. In Zusammenarbeit mit wichtigen Akteur:innen der Mobilitätsdatenlandschaft wurden Zielsetzungen, Use Cases und Anforderungen definiert und sowohl rechtliche Rahmenbedingungen als auch technische Architekturen analysiert. Das Projekt identifiziert verschiedene Datenraum-Varianten, priorisiert Use Cases für Daten-Sharing und leitet daraus organisatorisch-technische Umsetzungskonzepte sowie einen detaillierten Rollout-Plan ab. Auf Grundlage dieser Ergebnisse kann die Implementierung eines nationalen Mobilitätsdatenraums unmittelbar nach Projektabschluss angegangen werden, um die nationale Dateninfrastruktur im Sinne des Mobilitätsmasterplans 2030 zu stärken.

SASMAP-15mC

Das SASMAP-15mC-Projekt untersucht, wie E-Carsharing die Umsetzung von 15-Minuten-Städten unterstützen und die Abhängigkeit vom privaten Auto verringern können. Ein wichtiger Aspekt ist die Governance, wobei Systemmodelle von Governance-Netzwerken erstellt und politische Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Das Projekt geht von den Bedürfnissen der Nutzer:innen aus, untersucht die Erreichbarkeit auf Ebene von Haushalten und Straßen und sammelt Daten zum Reiseverhalten und zur Autonutzung, die anschließend für Analysen und Modellierungen auf Stadtteil- und Stadtebene genutzt werden.

SPOT

Mit SPOT entsteht ein datenbasiertes Tool, das Städten ermöglicht, Stellplatzrichtwerte flexibel und standortgerecht zu bestimmen. Das Modell verbindet geographische, planerische und mobilitätsbezogene Daten und liefert eine objektive Grundlage für Bau- und Genehmigungsentscheidungen. Durch die digitale Aufbereitung komplexer Datenstrukturen werden Planungsprozesse transparenter und anpassungsfähiger. SPOT unterstützt Städte dabei, Flächen effizienter zu nutzen und die Transformation zu klimagerechter Mobilität gezielt zu steuern.

ViMoPlan

Das Projekt ViMoPlan beschäftigt sich damit, wie Mobilitätsaspekte konsequent in alle Phasen der Stadtentwicklung eingebunden werden kann. Auf Basis eines neuen Verkehrsmodells können Maßnahmen von der Quartiers- bis zur Stadtebene einheitlich bewertet und priorisiert werden. Durch die digitale Verknüpfung von Daten und Planungsinstrumenten entstehen nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen für nachhaltige Stadtentwicklung. Das Projekt zeigt, wie eine integrierte Planung Ressourcen effizienter nutzt und Mobilität als Querschnittsaufgabe steuert.

Umweltkosten

 

 

AUGURIA

Mit AUGURIA wird erstmals ein österreichweit einheitlicher Stand der Technik zur Beurteilung der Auswirkungen von Straßenverkehrslärm auf Vögel geschaffen. Das Projekt vereint aktuelle Lärmberechnungsmethoden mit neuesten Erkenntnissen der Ornithologie und bietet klare Empfehlungen für Planungs- und Genehmigungsverfahren. Damit wird die fachliche Grundlage für transparente und verlässliche Umweltbewertungen gestärkt. Das Ergebnis trägt zu einer harmonisierten, wissenschaftlich fundierten Praxis im Straßenbau bei.

BUNKU

BUNKU entwickelt neue Bewertungsmethoden, um Umweltaspekte systematisch in Nutzen-Kosten-Untersuchungen von Straßenprojekten einzubinden. Damit werden ökologische Wirkungen und Kosten transparenter und nachvollziehbarer berücksichtigt, was zu fundierteren Infrastrukturentscheidungen führt. Das Projekt schafft eine methodische Grundlage, um Umweltkosten zu monetarisieren und in Entscheidungsprozesse einzubetten. So unterstützt BUNKU die Weiterentwicklung eines nachhaltigen und verantwortungsvollen Investitionsrahmens im Verkehrssektor.

 

Kooperationen

 

 

Connect4SmartMoves

Connect4SmartMoves setzt an der bislang ungenutzten Möglichkeit der Verkehrsvermeidung als Schlüssel zur Mobilitätswende an. Das Projekt etabliert ein sektorenübergreifendes Innovationsnetzwerk, das Akteur:innen aus Verwaltung, Forschung und Wirtschaft vernetzt, um neue Maßnahmen und Strategien zur Reduktion von Verkehr zu entwickeln und praktisch umzusetzen. Workshops, Dialogplattformen und digitale Formate fördern den Wissensaustausch, während eine strategische Roadmap langfristige Leitlinien bereitstellt. Durch die Einbindung des Forschungsnachwuchses und die systematische Dissemination werden Umsetzungslücken zwischen Forschung und Praxis geschlossen.

Daily Daisy

Daily Daisy entwickelt neue Konzepte, um die Nahversorgung im ländlichen Raum auf nachhaltige Weise sicherzustellen. Durch Kooperationen zwischen Handel, Gemeinden und Logistikunternehmen werden ökonomisch tragfähige und ökologisch sinnvolle Lösungen geschaffen. Digitale Instrumente und gemeinsame Organisationsformen sollen die Versorgung effizienter gestalten und Wege reduzieren. Das Projekt zeigt, wie regionale Zusammenarbeit Lebensqualität und Klimaschutz gleichermaßen fördern kann.

DREAMS

Das DREAMS-Projekt erforscht, auf welche Weise Co-Creation und nutzerorientierte Shared-Mobilitätsdienste die Gestaltung barrierefreier, nachhaltiger und integrativer 15-Minuten-Quartiere in urbanen Randgebieten europäischer Städte unterstützen können. In sechs Living Labs werden unter anderem neue Governance-Ansätze und Geschäftsmodelle für Mobilitätsdienste getestet, um Autoabhängigkeit zu reduzieren. Zusätzlich entwickelt DREAMS Werkzeuge für Co-Creation, bewertet die Effekte auf Mobilität, Erreichbarkeit und gesellschaftliche Aspekte und leitet daraus politische Empfehlungen für nachhaltige, integrative Mobilität in 15-Minuten Quartieren in städtischen Randquartieren ab.

INKOMOB

Das Projekt INKOMOB zeigt, wie Gemeinden über kommunale Grenzen hinweg nachhaltige Mobilitätsangebote aufbauen können. In mehreren Pilotregionen werden Modelle zur gemeinsamen Planung, Finanzierung und Organisation regionaler Verkehrsangebote entwickelt. Durch die Einbindung von Bevölkerung, Verwaltung und Wirtschaft entstehen praxisorientierte Gesamtkonzepte für ländliche Mobilität. Die Ergebnisse münden in einen Leitfaden, der Gemeinden bei der strukturierten Zusammenarbeit unterstützt.


InPUT

Das InPUT-Projekt untersucht, wie peri-urbane Gebiete in Europa zu 15-Minuten-Städten transformiert werden können, obwohl ihre Strukturen oft nicht auf dieses Modell vorbereitet sind. Dabei werden Governance-Kapazitäten berücksichtigt, die Investitionen und Prioritäten beeinflussen, sowie die Ansprüche und Hoffnungen der Bewohner:innen, die über gewünschte Transformationen entscheiden. InPUT erstellt einen typologischen Katalog zu funktionalen Arrangements, Mobilitätsnetzwerken, Governance-Dynamiken und Erfahrungen der Bevölkerung, um darauf aufbauend in Co-Design-Prozessen ortsspezifische Visionen und strategische Transformationen zu entwickeln und deren Potenzial zu evaluieren. So soll gezeigt werden, wie 15-Minuten-Städte fairer und kohäsiver in unterschiedlichen europäischen Kontexten umgesetzt werden können.

KoGoMo-PRO

Mit KoGoMo-PRO werden innovative Verfahren entwickelt, um kommunale Entscheidungsprozesse für nachhaltige Mobilität flexibler und kooperativer zu gestalten. Anhand konkreter Anwendungsfälle in Wien werden neue Formen gemeinsamer Planung und Umsetzung im urbanen Wirtschaftsverkehr erprobt. Durch partizipative Prozesse und agile Strukturen entsteht ein praxisnahes Modell, das städtische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen besser verbindet. Damit wird die Zusammenarbeit zwischen Akteur:innen zu einem zentralen Hebel für die Mobilitätswende.

MBD15

Ziel des Projekts ist zu untersuchen, ob Mobility Benefit Districts (MBD) zu nachhaltiger Mobilität und lebenswerten Städten beitragen können. MBD nutzt Einnahmen aus Parkgebühren zur Finanzierung lokaler Mobilitätsdienste, wobei Anwohner:innen in die Auswahl der Angebote einbezogen werden. Das Projekt analysiert, wie MBD die Akzeptanz von Parkgebühren steigert, den Autoverkehr reduziert, die Lebensqualität verbessert und welche Herausforderungen für die Verwaltung bei der Umsetzung entstehen sowie wie diese gelöst werden können. Erkenntnisse werden über ein experimentelles Living-Lab-Design in unterschiedlichen räumlichen und administrativen Kontexten gewonnen.