SLIMobility - Systemintegrierende Lösungsansätze für Innovationsbarrieren neuer Mobilitätsdienstleistungen

Das Projekt SLIMobility untersucht die Barrieren für eine Systemintegration von neuen Mobilitätsdienstleistungen. Konkret wurden die Integration von Carsharing im Wohnbau, von Bedarfsverkehr in den ÖV und von Mitfahren in Betriebliches Mobilitätsmanagement untersucht. Im Besonderen werden Hemmnisse in der Rechtslage untersucht.

Bibliographische Daten

Univ.-Prof. Dr.iur. Dragana Damjanovic, LL.M., Mag. iur. Oliver Peck, B.A., Univ.Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Ing. Martin Berger, Dipl.-Ing.in Aurelia Kammerhofer, Bakk.techn., Dominika Sterna, BSc., et al. (2024)
Herausgeber: Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)
Deutsch, 240 Seiten

Inhaltsbeschreibung

Sogenannten „neuen Mobilitätsdienstleistungen" (NMDL) wird ein großes Potential zugeschrieben, wesentlich zur Mobilitätswende beizutragen. Als Alternative zum motorisierten Individualverkehr (MIV) sollen sie insbesondere zur Verkehrsverlagerung auf den Umweltverbund beitragen.

Entgegen der häufigen Bezeichnung als „neue Mobilitätsdienstleistungen" zeigt sich bei näherer Betrachtung, dass diese Mobilitätsdienstleistungen teilweise schon seit längerer Zeit bekannt sind und auch in Österreich angeboten werden.2 Charakteristisch ist jedoch, dass es bislang zu keiner breiten Etablierung am Markt (Marktdiffusion), vergleichbar mit dem klassischen öffentlichen Personenverkehr, gekommen ist. Eine entsprechende Marktdiffusion ist allerdings zentral dafür, dass „neue" Mobilitätsdienstleistungen zu einem ausschlaggebenden Faktor für eine Änderung des Mobilitätsverhaltens werden und zur Erreichung der Mobilitäts- und Klimaziele beitragen können.3

Das Projekt SLIMobility widmet sich Innovationsbarrieren für „neue" (bzw. „alternative") Mobilitätsdienstleistungen, wobei nicht Innovationshemmnisse im klassischen Sinn (das heißt Hemmnisse für die Neuentwicklung von Mobilitätsdienstleistungen) im Mittelpunkt stehen, sondern in erster Linie Hemmnisse und Barrieren für eine breite Diffusion von neuen Mobilitätsdienstleistungen in der Gesellschaft bzw. am Markt untersucht werden. Der Fokus des Projekts liegt also auf der letzten Phase des Innovationsprozesses (Erfindung – Entwick-lung – Markteinführung – Marktdiffusion): Untersuchungsgegenstand sind Hemmnisse für eine entsprechende Marktdiffusion von „neuen" Mobilitätsdienstleistungen.

 

2 Vgl bspw zur Entwicklung von Sharing und Mitfahren in Österreich Stickler et al, Sharing im Mobilitätsbereich (o.J./Anm.2023) 10ff.
3 Dies hat u.a. auch eine stark differenzierte räumliche Vertreilung bestehender Angebote zur Folge, vgl z.B. für Carsharing dazu Stickler et al, Sharing im Mobilitätsbereich (o.J./Anm.2023) 23.

 

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